Strengere Vorschriften mit dem neuen Geldwäschegesetz

Zum 26. Juni 2017 ist das neue Geldwäschegesetz in Kraft getreten, es wurde am 23. Juni im Bundestag beschlossen und am 24. Juni im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das neue Gesetz führt zu einer Reihe von Änderungen für Banken, Sparkassen und weitere Finanzdienstleister aber auch für Unternehmen aus anderen Branchen. So sind zum Beispiel insbesondere Handwerksbetriebe und Händler betroffen: Autohändler, Juweliere und andere Händler hochpreisiger Waren sind nun schon bei Barbeträgen ab 10.000 Euro anstatt zuvor 15.000 Euro dazu verpflichtet, die Identifizierung der Geschäftspartner vorzunehmen.

Die Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz muss grundsätzlich mit einem Ausweis oder Pass vorgenommen werden, bei juristischen Personen anhand eines Auszugs aus einem amtlichen Register. Die Daten müssen notiert oder das Dokument muss kopiert werden, die Unterlagen sind fünf Jahre lang aufzubewahren. Neu ist auch die Einrichtung eines zentralen elektronischen Transparenzregisters, in dem die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten in Unternehmen einsehbar sind. Außerdem wird aus der Zentralstelle für Verdachtsmeldungen beim Bundeskriminalamt (BKA) wird die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen bei der Generalzolldirektion, die ihrerseits dem Bundesfinanzministerium untersteht. Die nationalen Zentralen Meldestellen werden sich EU-weit vernetzen. Verstöße gegen das Geldwäschegesetz können teuer werden, das Bußgeld wird zum Beispiel bei schwerwiegenden, wiederholten oder systematischen Verstößen von bisher maximal 100.000 Euro auf 1 Million Euro erhöht. Bußgeldverfahren können künftig im Internet veröffentlicht werden, die so genannte „Prangervorschrift“.

Weitere Informationen zum neuen Geldwäschegesetz unter…

 

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