Aufgeschnappt… „Sparkassen müssen sparen?“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… in Handelsblatt.com

Die lang andauernde Niedrigzinsphase bringt so manche Bank und Sparkasse in arge Bedrängnis. Aus der Differenz zwischen Zinseinnahmen für ausgeliehene Kredite und den Zinsausgaben für Spareinlagen und andere Kundenguthaben lässt sich momentan kaum ein auskömmlicher Zinsüberschuss erwirtschaften. Das feuert die Forderung nach neuen Geschäftsmodellen an, aus denen sich neue Ertragsquellen ergeben sollen. Lässt sich Rentabilität auf diesem Weg nicht nachhaltig verbessern, bleibt noch ein anderer, wenn auch sehr steiniger Weg: sparen, sparen, sparen.

Elisabeth Atzler greift das Thema auf und berichtet auf handelsblatt.com auch über ein dazu passendes Studienergebnis „Niedrigzinsen: Warum die Sparkassen sparen sollten„.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de
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Bundeskriminalamt findet 500 Mio. gehackte Zugangsdaten

Datensicherheit spielt für Banken und Sparkassen eine große Rolle, sie ist ein wesentlicher Faktor für das Vertrauen der Kunden in ihre Hausbank. Entsprechend schlimm ist es, wenn Kommunikationsdaten oder Zugangsdaten zur Bank ausgespäht und missbraucht werden.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat bekannt gegeben, dass es im Internet eine Sammlung von einer halben Million gehackter Zugangsdaten gefunden habe, E-Mail-Adressen mit dazugehörenden Passwörtern. Das BKA rät zur Überprüfung, ob die eigenen Daten betroffen sind. In Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut steht dazu ein Online-Tool zur Selbstüberprüfung zur Verfügung.

Quelle: BKA – Meldungen – Hacker-Sammlung gefunden: 500 Mio. E-Mail-Adressen und Passwörter betroffen

Haspa gründet Beratungsgesellschaft

Auch Banken und Sparkassen diskutieren über neue Geschäftsmodelle. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) erweitert nun ihr Produktangebot für den Mittelstand und tritt mit einer unabhängigen Unternehmensberatung am Markt auf. Gemeinsam mit der Mittelstandsberatung Naves Corporate Finance GmbH gründete sie die CFC Corporate Finance Contor GmbH und bietet neben Finanzierungsberatung Leistungen zu Unternehmenskäufen und zur Unternehmensnachfolge an. Die Haspa will diese Leistungen mittelfristig auch anderen Sparkassen anbieten.

Quellen: Sparkassenzeitung „Neue Erlösquellen“ und Haspa Pressemitteilung

Strengere Vorschriften mit dem neuen Geldwäschegesetz

Zum 26. Juni 2017 ist das neue Geldwäschegesetz in Kraft getreten, es wurde am 23. Juni im Bundestag beschlossen und am 24. Juni im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das neue Gesetz führt zu einer Reihe von Änderungen für Banken, Sparkassen und weitere Finanzdienstleister aber auch für Unternehmen aus anderen Branchen. So sind zum Beispiel insbesondere Handwerksbetriebe und Händler betroffen: Autohändler, Juweliere und andere Händler hochpreisiger Waren sind nun schon bei Barbeträgen ab 10.000 Euro anstatt zuvor 15.000 Euro dazu verpflichtet, die Identifizierung der Geschäftspartner vorzunehmen.

Die Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz muss grundsätzlich mit einem Ausweis oder Pass vorgenommen werden, bei juristischen Personen anhand eines Auszugs aus einem amtlichen Register. Die Daten müssen notiert oder das Dokument muss kopiert werden, die Unterlagen sind fünf Jahre lang aufzubewahren. Neu ist auch die Einrichtung eines zentralen elektronischen Transparenzregisters, in dem die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten in Unternehmen einsehbar sind. Außerdem wird aus der Zentralstelle für Verdachtsmeldungen beim Bundeskriminalamt (BKA) wird die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen bei der Generalzolldirektion, die ihrerseits dem Bundesfinanzministerium untersteht. Die nationalen Zentralen Meldestellen werden sich EU-weit vernetzen. Verstöße gegen das Geldwäschegesetz können teuer werden, das Bußgeld wird zum Beispiel bei schwerwiegenden, wiederholten oder systematischen Verstößen von bisher maximal 100.000 Euro auf 1 Million Euro erhöht. Bußgeldverfahren können künftig im Internet veröffentlicht werden, die so genannte „Prangervorschrift“.

Weitere Informationen zum neuen Geldwäschegesetz unter…

 

KfW-Förderkredit: nur drei Minuten bis zur Entscheidung

Vielen Banken und Sparkassen überarbeiten derzeit ihre Geschäftsabläufe: schneller, besser und billiger sollen die Prozesse werden. Die KfW setzt nun neue Maßstäbe. Mit ihrer BDO-2.0-Initiative will sie durchgängig onlinebasierte Bearbeitungsprozesse schaffen und so den Zugang zur KfW-Förderung beschleunigen. Davon profitieren Kunden. Dieses neue Verfahren hat aber auch Auswirkungen auf die der Endkreditnehmer, somit auf Banken und Sparkassen.

Quelle: BDO-2.0-Initiative: In nur drei Minuten Entscheidung zum KfW-Förderkredit – IT Finanzmagazin

BaFin nimmt Stellung zu Blockchain-Technologie

Die Cyber-Währung Bitcoin nutzt Blockchain-Technologie, um die Währung fälschungssicher zu machen. Wer sich in Banken- und Sparkassenkreisen beruflich mit der Kryptowährung auseinandersetzt oder Blockchains im Rahmen des Sicherheitskonzeptes einsetzen möchte, kann sich nun auch auf die Sichtweise der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stützen. Die BaFin stellt auf ihrer Homepage die Blockchain-Technologie dar, nennt die Rahmenbedingungen beim Einsatz und beschreibt die Möglichkeiten künftiger Entwicklung. Lesenswert.

Mehr dazu unter: „BaFin – Blockchain-Technologie

Veranstaltungstipps für Juli und August 2017

Interessante Veranstaltungen für Banken und Sparkassen im Juli und August 2017:

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In der Sommerzeit finden nur wenige Tagungen, Foren und Kongresse für die Banken- und Sparkassenbranche statt, die Auswahl ist deshalb für diesen Zeitraum recht übersichtlich:

21. August 2017: „Forum Impulse für die Planung“, Bonn
Veranstalter: Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe
Themen: Impulse für die operative und strategische Planung,  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Forum Impulse für die Planung

21.-22. August 2017: „Forum Führungskräfte 2017“, Montabaur
Veranstalter: Akademie Deutscher Genossenschaften e.G. ADG
Themen: Digitale Transformation, Augenhöhe, Achtsamkeit,  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Forum Führungskräfte 2017“

30.-31. August 2017: „11. Vertriebscamp“, Potsdam
Veranstalter: Nord-Ostdeutsche Sparkassenakademie
Themen: Achtsamkeit, Fitness, Altersvorsorge, Innovation, Digitalisierung, EZB-Politik,  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „11. Vertriebscamp“ (Programm im PDF-Format)

 

Die Veranstaltungen sind eine persönliche Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben ohne Gewähr.

Ranglisten der Sparkassen und Kreditgenossenschaften 2016

DSGV BVRDie Spitzenverbände der Sparkassen und der Kreditgenossenschaften haben kürzlich ihre “Ranglisten” mit den Werten per 31. Dezember 2016 veröffentlicht.

Die Anzahl der Sparkassen ging nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes DSGV von 413 Sparkassen 2015 auf 403 Sparkassen zurück. Die Zahl der Kreditgenossenschaften hat sich im gleichen Zeitraum von 1.021 auf 970 Banken reduziert, wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR berichtet. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Institute in beiden Institutsgruppen auch im laufenden Jahr weiter zurückgehen wird.

Der Unterschied in der Institutsgröße ist innerhalb der beiden Finanzgruppen hoch. So beläuft sich die Bilanzsumme der größten Sparkasse, der Hamburger Sparkasse auf fast 44 Milliarden Euro, rund 5.300 Beschäftigte sind dort angestellt. Die größte kommunale Sparkasse ist wie in den letzten Jahren die Sparkasse KölnBonn, sie steht mit einer Bilanzsumme von über 27 Milliarden Euro auf Platz zwei der Rangliste. Die kleinste Sparkasse, die Stadtsparkasse Bad Sachsa dagegen weist mit 44 Beschäftigten und nur einer Bankstelle eine Bilanzsumme von rund 129 Millionen Euro aus.

Im Genossenschaftssektor ist die Bandbreite der Institutsgröße ebenfalls sehr groß. Die größte Genossenschaftsbank, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank weist eine Bilanzsumme von annähernd 39 Milliarden Euro aus und beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiter. Die kleinste Genossenschaftsbank, die Raiffeisenbank eG Struvenhütten hat eine Bilanzsumme von etwa 17 Millionen Euro und zählt fünf Beschäftigte. Die nach Beschäftigten kleinste Bank in Deutschland dürfte die Raiffeisenbank Gammesfeld eG in Blaufelden sein: mit einem (1) Mitarbeiter erwirtschaftet sie eine Bilanzsumme von fast 32 Million Euro und steht damit auf Rang 964 der Rangliste des BVR. Die Zahl an Mitgliedern hat sich in der genossenschaftlichen Finanzgruppe weiter erhöht auf nun 18,4 Millionen Mitglieder per Ende 2016.

Zusammen mit den verbundeigenen Unternehmen und Institutionen beschäftigen beide Finanzgruppen zusammen fast eine halbe Million Menschen in rund 2.000 Einrichtungen. Zwei mächtige Säulen im deutschen Markt für Finanzdienstleistungen.

Die beiden Ranglisten finden sich hier: Sparkassen Rangliste 2016 und Kreditgenossenschaften 2016.

Europäischer Standard für Zugang zu Bankkonten geplant

Mit einem neuen offenen europäischen Standard für Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces, API) sollen Drittanbieter bei der Bereitstellung von Lösungen für Zahlungsstandards unterstützt werden. Ziel des gemeinsamen Standards ist es, die Komplexität des Kontenzugriffsverfahrens zu reduzieren und einen europaweit sicheren Zugang zu Bankkonten und Finanzdaten einzuräumen.

Quelle: Deutsche Kreditwirtschaft plant europäischen Standard für Zugang zu Bankkonten – IT Finanzmagazin

Führt Filialabbau zu weniger Kunden?

Viele deutsche Banken und Sparkassen reduzieren ihre Präsenz in der Fläche. Filialen werden geschlossen, mit anderen Filialen zusammengelegt oder in Automatenzweigstellen umgestaltet. So verringerte sich die Zahl an Zweigstellen laut Statistik der Deutschen Bundesbank allein in den letzten Jahren von über 36.000 im Jahr 2012 auf etwa 34.000 Filialen Ende 2015 (Quelle: Deutsche Bundesbank, Bankstellenbericht 2015).

Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen bringt nachdenkliche Töne in diese Entwicklung ein. Er ist davon überzeugt, dass jede Filiale, die geschlossen wird, zu einem Rückgang der Kunden führen werde. Mehr dazu im Interview von Peter Müller im Managermagazin der Sparkassen-Finanzgruppe unter: „Filialabbau ist Kundenabbau“

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