Agiles Prozessmanagement in Banken und Sparkassen

Agiles Manifest

Im Jahre 2001 formulierte eine Gruppe von Software-Entwicklern moderne Leitsätze für ihre Arbeit und veröffentlichte die vier Prinzipien als „Manifesto for Agile Software Development“. In der deutschen Übersetzung bedeuten die vier Leitsätze etwa, dass Menschen und Interaktionen wichtiger sind als Prozesse und Werkzeuge, dass funktionierende Software wichtiger ist als eine umfassende Dokumentation, dass die Zusammenarbeit mit dem Kunden wichtiger ist die Verhandlung von Verträgen und dass das Berücksichtigen von Veränderungen wichtiger ist als das Befolgen eines Plans.

Seit der Veröffentlichung des agilen Manifestes hat sich das Attribut agil weit in der Welt der Organisatoren verbreitet: aus der Software-Entwicklung, über das Projektmanagement ist Agilität mittlerweile im Prozessmanagement angekommen.

Agiles Prozessmanagement

Der Begriff des agilen Prozessmanagements ist zwar noch nicht fest verankert, Entwicklungstendenzen lassen sich jedoch bereits erkennen. Banken und Sparkassen könnten davon profitieren, weil sich viele dieser Institute ohnehin mit ihren Geschäftsprozessen beschäftigen. Agiles Prozessmanagement wirkt hauptsächlich in zwei Anwendungsfeldern. Zum einen in Prozessoptimierungsprojekten, wenn einzelne Prozesse grundlegend verbessert werden und zum anderen im Rahmen der täglichen, kontinuierlichen Prozessverbesserung.

Die angestrebte Agilität in Prozessoptimierungsprojekten entsteht hauptsächlich durch die Verbindung mit agilem Projektmanagement. Das beginnt mit der der gemeinsamen Formulierung der Projektziele für die Prozessoptimierung, reicht über den Einsatz von User Stories und die regelmäßige intensive Kommunikation mit dem Projekt-Auftraggeber und schließt auch die Installation selbstorganisierter Projektgruppen ein. Das im agilen Management übliche Vorgehen in kleinen und kleinsten Schritten zeigt seine Stärke gerade bei länger laufenden Prozessoptimierungsprojekten: werden Prozessverbesserungen frühzeitig und projektbegleitend veröffentlicht und umgesetzt, fördert das die Akzeptanz bei Projektbeteiligten, Auftraggebern und Nutzern. In diesem Zusammenhang steigert agiles Vorgehen auch die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Beteiligten: sie übernehmen Verantwortung in neuem Ausmaß, nutzen größere Gestaltungsmöglichkeiten uns stehen für den Erfolg der Projektergebnisse ein.

In der kontinuierlichen Prozessverbesserung gibt es mit den Ansätzen aus dem Lean Management oder dem Kaizen-Modell schon gute und etablierte Methoden zur fortlaufenden Verbesserung von Prozessen. Doch auch hier bieten agilen Verhaltensweisen weitere Verbesserungsmöglichkeiten. So sollten Prozess-Teams, die aus dem Prozessverantwortlichen und Prozessbeteiligten bestehen und sich um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) für einen bestimmten Geschäftsprozess bemühen, als selbstorganisierte Teams eingerichtet werden. Diese Prozess-Teams erkennen und analysieren den prozessualen Verbesserungsbedarf, identifizieren die Problemursachen und leiten insbesondere sofort umsetzbare Verbesserungsmaßnahmen ab – und sie entscheiden selbst darüber. Die Beteiligten erleben sofort, was ihr Engagement in der Prozessarbeit bewirkt. Außerdem werden dadurch langatmige Entscheidungsprozeduren vermieden, an deren Ende oft keiner mehr weiß, weshalb und von wem welche Änderung mit welchem Ziel und Zweck initiiert wurde.

Fazit

Die Prinzipien des agilen Managements können gut in das Prozessmanagement integriert werden. Nicht immer mag dies im Verhältnis eins zu eins möglich sein. Doch in der Kombination mit den Instrumenten des Projektmanagements und mit offeneren Konstruktionen in der Aufbauorganisation und im Kompetenzgefüge erhalten Banken und Sparkassen mit „agilem Prozessmanagement“ ein Bündel attraktiver Methoden und Techniken an die Hand, die zu schnelleren und kundenorientierteren Prozessverbesserungen führen.

 

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Aufgeschnappt… „Vom Chef gefrustet“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… auf welt.de / N24

Führungskraft zu sein ist schon etwas. Viele Karrierewünsche haben zum Ziel, in der Hierarchie aufzusteigen und als Leiterin oder Leiter einer Abteilung oder eines Teams möglichst viele Beschäftige unter sich zu haben. Und da beginnt auch schon das Dilemma mit den Über- und Unterstellung. Die Erwartungen der Vorgesetzten und der ihnen unterstellten Mitarbeiter kann deutlich voneinander abweichen. Eine aktuelle Studie der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu kommt zum Ergebnis, dass die Zufriedenheit der Angestellten mit ihren Chefs weiter abgenommen hat. Auch in der Bankenbranche schneiden Vorgesetzte nicht besonders gut ab. Trotz guter Gehälter kämen sie über einen zwölften Platz nicht hinaus.

Das noch oft anzutreffende patriarchale Führungsverhalten scheint in der modernen Arbeitswelt nicht mehr gut anzukommen. Die Rolle der Führungskräfte ändert sich dramatisch, gute Beispiele und Vorbilder sind gefragt.

Mehr zur (Un-)Zufriedenheit mit Vorgesetzten findet sich im Artikel von Daniel Eckert auf welt.de „Deutsche Arbeitnehmer von ihren Chefs gefrustet„.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Geldabheben am Geldautomat als gemeinsames Angebot der Banken?

Cash is King. Bargeld genießt in Deutschland nach wie vor hohen Stellenwert beim Bezahlen. Und so gehört der Gang zum Geldautomaten zu den Routinegängen vieler Bankkunden. Doch wehe man hebt Bargeld bei einem Automaten ab, der nicht zum Netzwerk des Banken- oder Sparkassenverbundes gehört, bei dem das eigene Girokonto geführt wird. Das kann schnell teuer werden.

Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING-Diba AG denkt nun laut über ein gemeinsames Angebot deutscher Banken für das Geldabheben am Automaten nach. Er sieht darin Vorteile sowohl für Kunden als auch für die Banken. Sicher wäre es für Kunden günstiger und einfacher, doch ob er mit seinem Vorschlag die Spitzenvertreter der Wettbewerber überzeugt, halte ich momentan eher für unwahrscheinlich. Mehr über Nick Jues Vorschlag im Artikel auf faz.net vom 4. Dezember 2017 „Weniger Konkurrenz am Geldautomaten wäre im Kundensinn“.

Informationen über agiles Management für Banken und Sparkassen

Das Interesse an agilen Methoden und an Themen rund um Agilität in Banken und Sparkassen ist groß. Wenn es dann darum geht, ob und wie agiles Management in Finanzdienstleistungsunternehmen wirken kann, laufen die Vorstellungen jedoch stark auseinander. Wer hier nach Orientierung sucht, findet Bücher und Fachartikel oder kann sich in Seminaren und Webinaren oder auf Tagungen informieren. Nach einem solchen Impuls lässt sich möglicherweise besser einschätzen, ob und in welchem Maße agile Methoden und Techniken für Ihre Bank oder Sparkasse geeignet sind. 

Die verbandseigenen Akademien, andere Bildungsinstitute aber auch Dritte bieten einige Veranstaltungen zu den Themen des agilen Managements an. Die Auswahl ist noch recht überschaubar und die Angebote konzentrieren sich meist auf einzelne Aspekte des agilen Managements. Veranstaltungen zur generellen Orientierung und gleichzeitig mit einem starken Fokus auf die Belange von Finanzinstituten finden sich eher selten. Folgende Veranstaltungen zum agilem Management für Banken und Sparkassen sind mir aufgefallen, vielleicht ist etwas Passendes für Sie dabei:

Sparkassen-Finanzgruppe

6.-7. März 2018, „Agilität im Sparkassenkontext“, Bonn
Veranstalter: Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe
Informationen zur Veranstaltung unter: „Agilität im Sparkassenkontext

20. April 2018, „Agiles Prozessmanagement“, (Webinar)
Veranstalter: Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe
Informationen zur Veranstaltung (1-stündiges Webinar) unter: „Tools und Techniken zum Organisieren„, siehe dort Veranstaltung Nr. 16

Genossenschaftliche Finanzgruppe

19.-20. März 2018, „Agile Methoden des Projektmanagements“, Montabaur
Veranstalter: Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V.
Informationen zur Veranstaltung unter: „Agile Methoden des Projektmanagements

4.-5. Juni 2018, „Agil Führen – Business Transformation verstehen und begleiten“, Montabaur
Veranstalter: Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V.
Informationen zur Veranstaltung unter: „Agil Führen

11.-13. Juni 2018, „Agile Organisation: Strukturen schaffen für den Umgang mit Unvorhergesehenem“, Montabaur
Veranstalter: Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V.
Informationen zur Veranstaltung unter: „Agile Organisation

Bildungseinrichtungen

1. Dezember 2017, „Agil Denken und Handeln“, Westerham bei München
Veranstalter: IHK für München und Oberbayern IHK-Akademie
Informationen zur Tagung unter: „Agil Denken und Handeln

15. Mai 2018, „ibo Trendforum: Agiles Prozessmanagement“, Frankfurt
Veranstalter: ibo Beratung und Training GmbH, Wettenberg
Informationen zur Tagung unter: „ibo Trendforum: Agiles Prozessmanagement

16.-17 Mai 2018, „Agiles Prozessmanagement“, Frankfurt
Veranstalter: ibo Beratung und Training GmbH, Wettenberg
Informationen zum Seminar unter: „Agiles Prozessmanagement

15. November 2018, „Agile Unternehmensorganisation“, Frankfurt
Veranstalter: Frankfurt School of Finance and Management
Informationen zur Veranstaltung unter: „Agile Unternehmensorganisation

Weitere Anbieter

13.-17 November 2017, „Manage Agile 2017“, Berlin
Veranstalter: HLMC Events GmbH, Oberhachig
Informationen zur Tagung unter: „Manage Agile 2017

24.-25 November 2017, „Agile | Barcamp 2017“, Leipzig
Veranstalter: nicht-kommerzielles Event, Rolf Irion u.a.
Informationen zur Tagung unter: „Agile Barcamp 2017

25.-26. April 2018, „Agile HR Conference – Die Konferenz für agiles Management“, Köln
Veranstalter: HR Pioneers GmbH, Köln
Informationen zur Tagung unter: „Agile HR Conference

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls Ihnen eine interessante Veranstaltung auffällt: schreiben Sie mir, zum Beispiel gleich unten im Kommentarfeld. Gerne ergänze ich die die Sammlung.

Aufgeschnappt… „Mit der Hälfte an Angestellten auskommen“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… in der Süddeutschen Zeitung sz.de

John Cryan, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, will auch in Zukunft weitere Stellen streichen. Die Deutsche Bank habe derzeit 97.000 Beschäftigte, andere Großbanken kämen mit der Hälfte an Angestellten aus. Stellen sollten insbesondere durch mehr Prozessautomatisierung eingespart werden. Mehr zu den Plänen der Deutschen Bank findet sich im Artikel auf der Homepage der sz.de „Die meisten Großbanken kommen mit der Hälfte an Angestellten aus„.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Veranstaltungstipps für November und Dezember 2017

Interessante Veranstaltungen für Banken und Sparkassen im November und Dezember 2017:

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6.-7. November 2017, „FI-Connect 2017“, Frankfurt
Veranstalter: FI Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Themen: Digitalisierung, Regulatorik, Sparkassen im Wandel, Mediale Serviceprozesse, Robo Advisory, etc.
Informationen zur Veranstaltung: „FI-Connect 2017

6.-12. November 2017, „Fintech Week Hamburg“, Hamburg
Veranstalter: Fintech Week, Carolin Neumann und Clas Beese GbR
Themen: Digitalisierung dr Prozesse 4.0, Fintech Exchange Night, Finanzdienstleister der nächsten Generation, Finance 4.0, Fintech PR, Finanzbarcamp, etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Fintech Week Hamburg

7. November 2017, Hamburg und
8. November 2017, Berlin: „ibo Roadshow“
Veranstalter: ibo Software GmbH
Themen: Aufbauorganisation, Personalbemessung, Prozessmanagement, Projektmanagement, Revisionssoftware ,  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „ibo Roadshow Hamburg“ und „ibo Roadshow Berlin

10. November 2017, „63. Kreditpolitische Tagung 2017“, Frankfurt
Veranstalter: „Kreditwesen“, Fritz Knapp Verlag GmbH
Themen: „Zins- und Kreditwirtschaft – verkehrte Welt“;
Informationen zur Veranstaltung: „Kreditpolitische Tagung 2017„; Programm als Flyer (PDF-Datei)

13.-16. November 2017, „Manage Agile 2017“, Berlin
Veranstalter: HLMC Events GmbH
Themen: Agile Leadership, agiles Personalwesen, agile Führungsmodelle, Aufbau agiler Organisationen etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Manage Agile 2017

20.-21. November 2017, „Handelsblatt Jahrestagung: Kreditprozesse der Zukunft“, Düsseldorf
Veranstalter: Euroforum Deutschland SE
Themen: Kreditprozess und Banking, Digitalisierung, Prozessautomatisierung, Outsourcing,  etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Kreditprozesse der Zukunft

21.-22. November 2017, „Deutscher Ausbildungsleiterkongress 2017“, Düsseldorf
Veranstalter: Wolters Kluwer Deutschland GmbH
Themen: Personalarbeit der Zukunft, Talente entdecken, Arbeitswelt und Führungskultur, Digitale Disruption, Arbeiten 4.0,  etc.
Besonderheit: „Pre-Kongresstag“ am 20. November 2017 mit Intensiv-Workshops
Informationen zur Veranstaltung: „Deutscher Ausbildungsleiterkongress 2017

22.-24. November 2017, „Handelsblatt Jahrestagung: European Banking Regulation“, Frankfurt
Veranstalter: Euroforum Deutschland SE
Themen: Entwicklungen in der Bankenaufsicht, Basel IV, Proportionalität, Risikomanagement, Stresstest, Offenlegung, Meldewesen, etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Jahrestagung EBR – European Banking Regulation

5.-6. Dezember 2017, „Handelsblatt Jahrestagung: Banken-Technologie“, Frankfurt
Veranstalter: Euroforum Deutschland SE
Themen: Banking by AI, API and Agility, Bank der Zukunft, Digitale Transformation, Cyber Security etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Banken-Technologie

12. Dezember 2017, „Design to Business – Jahreskonferenz 2017“, Wiesbaden
Veranstalter: Industrie. und Handelskammer Offenbach am Main
Themen: Innovation und Wertschöpfung, Mensch und Maschine, Smart Connectivity, Design Camp etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Design to Business – Jahreskonferenz 2017

25.-26. Dezember 2017, „Weihnachten“, Überall
Veranstalter: Christkind und Weihnachtsmann
Themen: Friede, Menschlichkeit, Familie und Freunde, Lieder, Freude, Geschenke etc.
Informationen zur Veranstaltung: „Christkind“ oder „Weihnachtsmann

 

Die Veranstaltungen sind eine persönliche Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben ohne Gewähr.

Mehr oder weniger Arbeit in der Zukunft?

Weniger Arbeiten und gleichzeitig mehr Verdienen – was für ein Traum. Seit ich mich erinnern kann, werben verschiedene Interessentengruppen meist für die Verkürzung der Arbeitszeit. Mit dem Slogan „Sonntags gehört Vati mir“ kämpften Gewerkschaften seinerzeit einprägsam für die Arbeitszeitreduzierung auf 40 Stunden pro Woche. Manche schwärmen heute von der 28-Stunden-Woche und einschlägige Ratgeber versprechen mit der 4-Stunden-Woche ein glücklicheres Leben.

Ob immer weniger Arbeit tatsächlich den Wunsch der Menschen trifft? Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung sollte der sinnvolle Einsatz und Umfang von Arbeitszeit zu einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion anregen. Wie wollen wir morgen Arbeiten? Wie wollen und wie sollen sich Mensch und Maschine die benötigte Arbeitszeit teilen? Wie viel Flexibilität brauchen und wollen wir und wer partizipiert in welchem Maße vom Produktivitätsgewinn?

Nach welchen Modellen wir in Zukunft arbeiten werden und warum die Arbeitszeit so schnell nicht sinken wird, darüber spricht Alexander Spermann, Arbeitsmarktexperte und Privatdozent an der Universität Freiburg in einem Interview mit Thomas Schmelzer WirtschaftsWoche online (wiwo.de): Arbeitszeit: „Wir werden in Zukunft eher mehr arbeiten“

Kunden und ihr seltener Weg zur Hausbank

Sieben von zehn Kunden brauchen laut einer Umfrage des Beratungshauses Emotion Banking für das Handelsblatt eigentlich keine Bankfiliale mehr in ihrer Nähe. Ein Fünftel der Befragten nutzen Bankfilialen gar nicht, etwa die Hälfte aller Befragten besuchen ihre Bankfiliale nur selten. Banken und Sparkassen reagieren auf diese Entwicklung unter anderem mit der Reduzierung ihrer Filialen. Das Handelsblatt kommt auf fast 700 Filialschließungen pro Jahr seit 2000.

Während Kunden immer seltener zu Ihrer Bank oder Sparkasse gingen, nähme gleichzeitig die Treue zu den Instituten nach. Daraus folgt eine zunehmende Bereitschaft der Kunden, ihre Bankverbindung zu wechseln oder weitere Bankverbindungen aufzunehmen.

Das geändertes Kundenverhalten, die seltener werdenden Kundenbesuche und die abnehmende Loyalität zur Hausbank stellen Banken und Sparkassen vor Probleme. Sie wollen ihre Kunden halten oder sogar neue Kunden gewinnen und müssen gleichzeitig in Digitalisierung investieren, Prozesse optimieren und dennoch ihre Kosten senken oder wenigstens halten. Kein leichtes Unterfangen, das insgesamt noch mehr Bewegung in die Beziehung zwischen Kunden und Banken und Sparkassen bringen wird.

Mehr über die Studienergebnisse im Bericht von Michael Maisch und Roman Tyborski im Handelsblatt unter: Banken: Das langsame Sterben der Filiale

Digitales Profil

Digitalisierung ist in aller Munde. Keine Tagung, keine Veranstaltung scheint derzeit ohne dieses Thema auszukommen. Manche Banken und Sparkassen starten sogar hausinterne Projekte mit dem Namen „Digitalisierung“, auch wenn erst im Laufe der Projektarbeit klarer wird, welche konkreten Aufgaben oder Aufgabenpakete vom Projektteam bearbeitet werden sollen. Doch was steckt genau drin im Thema Digitalisierung und was muss ein Betrieb tun, um sich das Thema zu erschließen?

Für alle Unternehmen, die sich dem Thema Digitalisierung näher beschäftigen wollen, bietet Prof. Ayelt Komus von der Hochschule Koblenz mit „Mein Digitales Profil“ ein kostenloses Tool an, um Status Quo, Chancen und Handlungsfelder der digitalen Transformation für das eigene Unternehmen zu ermitteln. Mehr dazu auf der Homepage von „Process and Project“ unter: Mein Digital Profil – process-and-project.net

Sparkassen und Genossenschaftsbanken – profitable kleine Banken

Big is Beautiful. Mag sein, doch auch das Kleine hat Vorteile. So waren 2016 in Deutschland gerade die Sparkassen und Genossenschaftsbanken Spitzenreiter bei der Eigenkapitalrendite und erzielten rund das Dreifache der deutschen Großbanken, so das Handelsblatt. Sparkassen und Kreditgenossenschaften ruhten sich auf diesem Vorsprung allerdings nicht aus, sondern sparten Kosten zum Beispiel durch Filialschließungen und legten Gewinne für schlechtere Zeiten zurück.

 

Mehr dazu im Bericht von Yasmin Osman auf Handelsblatt.com, Quelle: Sparkassen und Volksbanken: Kleine Banken werfen am meisten ab