Mehr oder weniger Arbeit in der Zukunft?

Weniger Arbeiten und gleichzeitig mehr Verdienen – was für ein Traum. Seit ich mich erinnern kann, werben verschiedene Interessentengruppen meist für die Verkürzung der Arbeitszeit. Mit dem Slogan „Sonntags gehört Vati mir“ kämpften Gewerkschaften seinerzeit einprägsam für die Arbeitszeitreduzierung auf 40 Stunden pro Woche. Manche schwärmen heute von der 28-Stunden-Woche und einschlägige Ratgeber versprechen mit der 4-Stunden-Woche ein glücklicheres Leben.

Ob immer weniger Arbeit tatsächlich den Wunsch der Menschen trifft? Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung sollte der sinnvolle Einsatz und Umfang von Arbeitszeit zu einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion anregen. Wie wollen wir morgen Arbeiten? Wie wollen und wie sollen sich Mensch und Maschine die benötigte Arbeitszeit teilen? Wie viel Flexibilität brauchen und wollen wir und wer partizipiert in welchem Maße vom Produktivitätsgewinn?

Nach welchen Modellen wir in Zukunft arbeiten werden und warum die Arbeitszeit so schnell nicht sinken wird, darüber spricht Alexander Spermann, Arbeitsmarktexperte und Privatdozent an der Universität Freiburg in einem Interview mit Thomas Schmelzer WirtschaftsWoche online (wiwo.de): Arbeitszeit: „Wir werden in Zukunft eher mehr arbeiten“

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Kunden und ihr seltener Weg zur Hausbank

Sieben von zehn Kunden brauchen laut einer Umfrage des Beratungshauses Emotion Banking für das Handelsblatt eigentlich keine Bankfiliale mehr in ihrer Nähe. Ein Fünftel der Befragten nutzen Bankfilialen gar nicht, etwa die Hälfte aller Befragten besuchen ihre Bankfiliale nur selten. Banken und Sparkassen reagieren auf diese Entwicklung unter anderem mit der Reduzierung ihrer Filialen. Das Handelsblatt kommt auf fast 700 Filialschließungen pro Jahr seit 2000.

Während Kunden immer seltener zu Ihrer Bank oder Sparkasse gingen, nähme gleichzeitig die Treue zu den Instituten nach. Daraus folgt eine zunehmende Bereitschaft der Kunden, ihre Bankverbindung zu wechseln oder weitere Bankverbindungen aufzunehmen.

Das geändertes Kundenverhalten, die seltener werdenden Kundenbesuche und die abnehmende Loyalität zur Hausbank stellen Banken und Sparkassen vor Probleme. Sie wollen ihre Kunden halten oder sogar neue Kunden gewinnen und müssen gleichzeitig in Digitalisierung investieren, Prozesse optimieren und dennoch ihre Kosten senken oder wenigstens halten. Kein leichtes Unterfangen, das insgesamt noch mehr Bewegung in die Beziehung zwischen Kunden und Banken und Sparkassen bringen wird.

Mehr über die Studienergebnisse im Bericht von Michael Maisch und Roman Tyborski im Handelsblatt unter: Banken: Das langsame Sterben der Filiale

Digitales Profil

Digitalisierung ist in aller Munde. Keine Tagung, keine Veranstaltung scheint derzeit ohne dieses Thema auszukommen. Manche Banken und Sparkassen starten sogar hausinterne Projekte mit dem Namen „Digitalisierung“, auch wenn erst im Laufe der Projektarbeit klarer wird, welche konkreten Aufgaben oder Aufgabenpakete vom Projektteam bearbeitet werden sollen. Doch was steckt genau drin im Thema Digitalisierung und was muss ein Betrieb tun, um sich das Thema zu erschließen?

Für alle Unternehmen, die sich dem Thema Digitalisierung näher beschäftigen wollen, bietet Prof. Ayelt Komus von der Hochschule Koblenz mit „Mein Digitales Profil“ ein kostenloses Tool an, um Status Quo, Chancen und Handlungsfelder der digitalen Transformation für das eigene Unternehmen zu ermitteln. Mehr dazu auf der Homepage von „Process and Project“ unter: Mein Digital Profil – process-and-project.net

Veranstaltungstipps für September und Oktober 2017

Interessante Veranstaltungen für Banken und Sparkassen im
September und Oktober 2017:

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5. September 2017, „Forum Branchengespräche“, Berlin
Veranstalter: DSGV, Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe, Bonn
Themen: Trends, Impulse, aktuelle Entwicklungen, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Forum Branchengespräche

6.-7. September 2017, „Handelsblatt Jahrestagung: Banken im Umbruch“, Frankfurt
Veranstalter: Euroforum Deutschland SE
Themen: Brexit und die Folgen, Innovative Geschäftsmodelle, Fintechs, Zukunftsstrategien, Future Banking World, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Banken im Umbruch

13. September 2017, „Fintech-Revolution – Konferenz für Finanztechnologie“, Frankfurt
Veranstalter: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Themen: Fintech-Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Blockchain, Cyber-Sicherheit, Regtech u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Banken im Umbruch

19.-21. September 2017, „Zukunft Personal 2017“, Köln
Veranstalter: Spring Messe Management GmbH
Themen: Arbeitswelten, Employer Branding, HR-Prozesse, Wissenstransfer, HR-Innovation, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Zukunft Personal 2017

21. September 2017, „Bankkarten-Forum 2017“, Frankfurt
Veranstalter: DZ Bank AG
Themen: Bankkarten / Cards, Neue Technologien, Sicherheitsanforderungen, Regulatorik , u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Bankkarten-Forum 2017

22. September 2017, „BPMCon 2017“, Berlin
Veranstalter: Camunda Services GmbH
Themen: BPM und Digitalisierung, BPMN, Automatisierte Prozesse, Workflow Engine, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „BPMCon 2017

4. Oktober 2017, „Congress of PMI Chapters in Germany“, Frankfurt
Veranstalter: Project Management Institute Frankfurt Chapter e. V.
Themen: Projects in Disruptive Times
Informationen zur Veranstaltung: „PMI Congress Frankfurt

12.-13. Oktober 2017, „14. Forum Organisation 2017“, Montabaur
Veranstalter: Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V.
Themen: Digitale Reife der Organisation, Bank-Organisation, Projektmanagement, Risikoorientiertes Prozessmanagement u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Forum Organisation 2017

12.-13. Oktober 2017, „17. Gesamtwirtschaftliches Forum 2017“, Montabaur
Veranstalter: Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V.
Themen: Volkswirtschaftliche Entwicklung, Währungsmärkte, Zinsmärkte, Strukturierte Produkte, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Gesamtwirtschaftliches Forum 2017

24.-25. Oktober 2017, „PM-Forum 2017“, Nürnberg
Veranstalter: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.
Themen: Großprojekte, Digitalisierung,  u.a.
Besonderheit: am Vortag, 23. Oktober 2017 „PMO Tag 2017„: Zukunft des Projektmanagements
Informationen zur Veranstaltung: „PM-Forum 2017

26. Oktober 2017, „50 Jahre SGO – Jubiläumstagung Zukunft Organisation“, Zürich
Veranstalter: SGO Verein, CH-Glattbrug
Themen: Fintechs, Neue Geschäftsmodelle, Agile Organisation, ,  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „50 Jahre SGO – Zukunft der Organisation

 

Die Veranstaltungen sind eine persönliche Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben ohne Gewähr.

Bürokratie: Unternehmen schaden sich selbst mit ihrer Regelwut

Deutsche Unternehmen stehen sich selbst im Weg: Auf Veränderungen reagieren sie mit immer neuen Strukturen und Regeln und werden so immer unbeweglicher. Besonders schlimm ist es im öffentlichen Sektor, im Gesundheitswesen und in der Finanzbranche.

Quelle: Wirtschaftswoche Bürokratie: Deutsche Unternehmen schaden sich selbst mit ihrer Regelwut

Aufgeschnappt… „Arbeit ist sch…“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… in brand eins

Arbeit soll Spaß machen. Das ist jedenfalls oft zu hören, wenn es um die Erwartungen an den Arbeitsplatz geht. Andrè Spicer von der Cass Business School, City University London, ist anderer Meinung. Zwischen Spaß an der Arbeit und hoher Produktivität scheint kein Zusammenhang zu bestehen. Trotz vieler Versuche, Arbeit spaßiger zu gestalten, seien die Menschen am Arbeitsplatz nicht am glücklichsten. Besser als verordneter Spaß sei es, wenn sich Mitarbeiter einfach auf ihre Arbeit konzentrieren könnten und etwas tun dürfen, das für die Gesellschaft nützlich ist – das motiviere am meisten.

Mehr dazu im Interview mit André Spicer, brandeins, 03/2017 „Arbeit ist scheiße„.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Mitarbeiter als spezialisierte Sklaven?

Spezialisierung galt noch vor wenigen Jahren als zentrales Merkmal der modernen Arbeitswelt. Die Realität sieht heute oft anders aus: Jeder tut etwas anderes als früher, aber wenig von dem, was er am besten kann.

Quelle: Management: Mitarbeiter sind häufig spezialisierte Sklaven – WELT