Equal Pay Day 2019

Equal Pay Day
Foto: Sandra Weller

Am 18. März ist im Jahr 2019 der Equal Pay Day, also der Tag, bis zum dem Frauen rechnerisch umsonst arbeiten, während Männer bereits seit Jahresanfang entlohnt werden. Das sind beachtliche 77 Tage.

Laut Statistischem Bundesamt beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen 21 Prozent (2017) für das gesamte Bundesgebiet. Dieser Gender Pay Gap weist aber beträchtliche Unterschiede auf: während er im alten Bundesgebiet bei 22 Prozent liegt, beträgt er in den neuen Bundesländern 7 Prozent.

Die Begründungen für diesen Gehaltsunterschied sind vielfältig. Sie reichen von der Annahme, dass die überwiegend männerdominierten Chefetagen auch wieder nur Männer bei Karriereschüben bevorzugten und sich die Arbeit von Frauen dadurch nicht karrierefördernd auszahle, bis hin zur These, dass Frauen nach dem Berufseinstieg zunächst etwa genauso viel verdienten wie Männer, sie sich im weiteren Berufsverlauf aber eher für schlechter bezahlte Berufe entscheiden und mehr Aufgaben in der Familie übernähmen. Über die tatsächlichen Unterschiede der ungleichen Bezahlung zwischen Männern und Frauen wird wohl noch genauso intensiv geforscht werden müssen wie über den Abbau der Lohnlücke debattiert werden muss. Durch die öffentliche Diskussion muss es gelingen, ein Problembewusstsein zu schaffen, die Lohnlücke zu schließen und mehr Lohngerechtigkeit zu erreichen.

Mehr zum Equal Pay Day auf der Seite www.equalpayday.de,und in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.

 

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Schreib- und Leseschwäche bei Erwachsenen

Analphabetismus sieht man meist als Problem in Entwicklungsländern. Doch auch in Deutschland gibt es Menschen mit Schreib- und Leseschwäche: mehr als sieben Millionen erwachsene Analphabeten sollen es sein.

Durch zunehmende Digitalisierung kommen diese Menschen im Betrieb unter Druck, wenn sie Displays bedienen, Arbeitsanweisungen lesen oder Vorgänge dokumentieren sollen. Um ihre Mitarbeiter mit Schreib- und Leseschwäche zu unterstützen, bieten Unternehmen entsprechende Weiterbildungen an. Durch diese Grundbildungsangebote gleichen Betriebe aus, was in der Schulzeit versäumt wurde.

Auch der Bund unterstützt: das Projekt „Alpha Grund“ der Bildungswerke der Wirtschaft fördert die Grundbildung am Arbeitsplatz. Durch diese Schulungsprogramm sollen die Kompetenzen der Arbeitnehmer verbessert werden.

Mehr dazu unter

 

Führungskräfte: führen oder managen

Die Funktionsbezeichnungen von Führungskräften klingen meist nach Aufbauorganisation und ein bisschen verstaubt: Bereichsleiter xy, Abteilungsleiterin xy oder womöglich auch noch Leiter der Unterabteilung xy. So mancher freut sich deshalb über einen „-Manager“ im Titel oder über eine Rollenbezeichnung wie Prozessmanager, Change Manager oder Projektmanager. Klingt doch gleich viel moderner und wichtiger, oder? Möglicherweise kommt eine solche Bezeichnung dem tatsächlichen Tun mancher Führungskräfte viel näher als erwartet. Führungskräfte sollten aber eher führen anstatt managen. Dass Management und Führung nicht identisch sind und dass Managen und Führen auch die selbe Person kann aber in verschiedenen Rollen, beschreibt Alexandra Vollmer im Artikel auf http://www.t3n.de „Führungskräfte müssen führen, nicht managen„.

Aufgeschnappt… „Hass-Jobs auf Roboter verlagern“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… auf blog.wiwo.de

Selbst im geliebtesten Job gibt es die eine oder andere „Hass-Tätigkeit“. Laut einer Studie sollen dazu Aufgaben wie Verträge prüfen, Reportings erstellen, an Meetings teilnehmen und sogar Kundengespräche führen gehören. Wäre es nicht schön, solche Tätigkeiten delegieren zu können? Doch an wen? Wer übernimmt schon gerne solche Hass-Jobs? Im Zeitalter der Digitalisierung könnte man schnell auf die Idee kommen, diese ungeliebten Tätigkeiten auf Roboter auszulagern. Laut Studie soll sich dies tatsächlich die Hälfte der Befragten vorstellen können.

Mehr über die Ergebnisse der Studie im im Artikel von Michael Kroker auf wiwo.de „Kroker’s Look @ It“ „Die Hälfte der Deutschen will ungeliebte Büro-Aufgaben an Roboter abgeben„“.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Aufgeschnappt… „Lebensmittel-Diskounter mit Benzin und Möbel“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… von Horizont.de und Autozeitung.de

Digitalisierung und Onlinehandel sind für viele Unternehmen starke Treiber für Veränderung. Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und attraktiven Leistungen nehmen zum Beispiel Lebensmitteldiskounter immer wieder neue Produkte wie Pauschalreisen oder Mobilfunktarife in ihr Sortiment auf. Innerhalb kurzer Zeit platziert nun Aldi zwei neue Produktlinien, die auf ersten Blick nur schwer zu Lebensmitteln passen. Mit der „Aldi-Tankstelle“ macht der Lebensmittelhändler den etablierten Tankstellen Konkurrenz. Und mit einer eigenen Kollektion für Dekoartikel und Kleinmöbel scheint Aldi Ikea angreifen zu wollen. Ob die Rechnung aufgeht, entscheiden die Verbraucher – doch wer gerne billig einkauft tankt vielleicht auch gerne billig und kauft vielleicht auch gerne billig Wohnaccessoires.

Mehr dazu im Artikel von Marco Saal auf horizont.de „Aldi macht jetzt auch Ikea Konkurrenz“ und von Alexander Koch auf autozeitung.de im Artikel „Erste Aldi-Tankstelle in Betrieb genommen„.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Agilität statt Hierarchie: Umbruch in der Arbeitswelt?

Die gute alte Aufbauorganisation mit Geschäftsführern oder Vorständen ganz oben, Führungskräften wie Bereichs-, Abteilungs- oder Gruppenleitern in der Mitte und den ganz normalen Mitarbeitern unten ist noch immer viel geliebt: sie ist schließlich ganz einfach darzustellen und leicht zu vermitteln. Doch mittlerweile probieren Unternehmen auch andere Führungsformen und neue Aufbaustrukturen aus:  Agile Unternehmensführung soll eine Antwort auf das zunehmend volatilere und komplexere Arbeitsumfeld geben.

Wo agile Führung funktioniert und wo nicht, darüber schreibt Julia Felicitas Altmann auf der Homepage www.manager-magazin.de Agilität statt Hierarchie: Neue Führungskonzepte

Tweet-Protokoll zum ibo-Trendforum „Agiles Prozessmanagement“

Agilität ist im Prozessmanagement angekommen. Das bewiesen eindrucksvoll die sieben Referentinnen und Referenten des ibo-TrendforumsAgiles Prozessmanagement

am 15. Mai 2018 in Frankfurt am Main. Sie berichteten authentisch über Ihre Erfahrungen und gaben wertvolle Tipps aus der Praxis für die Praxis: zur Struktur, zur Methode und zum Zwischenmenschlichen. Ich durfte als Moderator und Tagungsleiter durch das Trendforum führen und habe den Verlauf der Tagung live über den Twitter-Account @ibo_Training geteilt. Das daraus entstandene Tweet-Protokoll findet sich hier:

Quelle: Twitter-Protokoll zum ibo-Trendforum „Agiles Prozessmanagement“

Veranstaltungstipps für Januar und Februar 2018

Interessante Veranstaltungen für Banken und Sparkassen im
Januar und Februar 2018:

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15.-24. Januar 2018, „Camunda Roadshow 2018“, Berlin, Hamburg und fünf weitere Orte (DACH-Region)
Veranstalter: Camunda Services GmbH
Themen: Praxistipps zu Camunda Enterprise, Microservice Architekturen, BPM-Cockpit, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Camunda Roadshow 2018

22. Januar 2018, „Lean Management in Administration und Office“, Friedrichsdorf
Veranstalter: IHK Frankfurt am Main
Themen: Bedeutung von Lean Management, Service, Wertschöpfungskette verbessern,  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Lean Management in Administration und Office

23. Januar 2018 in Offenbach, 24. Januar 2018 in Düsseldorf, „ibo Roadshow“
Veranstalter: ibo Software GmbH
Themen: Software-Produktshow zu Personalbemessung, Aufbauorganisation, Prozessmanagement, Projektmanagement, Revisionsmanagement  u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Offenbach“ und Düsseldorf

30. Januar – 1. Februar 2018, „Learntec“, Karlsruhe
Veranstalter: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH
Themen: Trends, Impulse, aktuelle Entwicklungen: eLearning, Bildung, digitale Bildung, Weiterbildung, mobiles Lernen, Arbeitswelten, MOOC’s, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „Learntec 2018

20.-24. Februar 2018, „didacta die Bildungsmesse“, Hannover
Veranstalter: Deutsche Messe, Hannover
Themen: Frühe Bildung, Schule und Hochschule, Berufliche Bildung, Qualifizierung, didacta Digital, u.a.
Informationen zur Veranstaltung: „didacta 2018

22.-23. Februar 2018, „Handelsblatt Jahrestagung: Zukunftsstrategien für Sparkassen“, Berlin
Veranstalter: Euroforum Deutschland SE
Themen: Niedrigzinsen, Regulatorik, Digitalisierung, Filialen, Fintechs u.a.
Informationen zur Veranstaltung:  „Zukunftsstrategien für Sparkassen

 

 

Die Veranstaltungen sind eine persönliche Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben ohne Gewähr.

Agiles Prozessmanagement in Banken und Sparkassen

Agiles Manifest

Im Jahre 2001 formulierte eine Gruppe von Software-Entwicklern moderne Leitsätze für ihre Arbeit und veröffentlichte die vier Prinzipien als „Manifesto for Agile Software Development“. In der deutschen Übersetzung bedeuten die vier Leitsätze etwa, dass Menschen und Interaktionen wichtiger sind als Prozesse und Werkzeuge, dass funktionierende Software wichtiger ist als eine umfassende Dokumentation, dass die Zusammenarbeit mit dem Kunden wichtiger ist die Verhandlung von Verträgen und dass das Berücksichtigen von Veränderungen wichtiger ist als das Befolgen eines Plans.

Seit der Veröffentlichung des agilen Manifestes hat sich das Attribut agil weit in der Welt der Organisatoren verbreitet: aus der Software-Entwicklung, über das Projektmanagement ist Agilität mittlerweile im Prozessmanagement angekommen.

Agiles Prozessmanagement

Der Begriff des agilen Prozessmanagements ist zwar noch nicht fest verankert, Entwicklungstendenzen lassen sich jedoch bereits erkennen. Banken und Sparkassen könnten davon profitieren, weil sich viele dieser Institute ohnehin mit ihren Geschäftsprozessen beschäftigen. Agiles Prozessmanagement wirkt hauptsächlich in zwei Anwendungsfeldern. Zum einen in Prozessoptimierungsprojekten, wenn einzelne Prozesse grundlegend verbessert werden und zum anderen im Rahmen der täglichen, kontinuierlichen Prozessverbesserung.

Die angestrebte Agilität in Prozessoptimierungsprojekten entsteht hauptsächlich durch die Verbindung mit agilem Projektmanagement. Das beginnt mit der der gemeinsamen Formulierung der Projektziele für die Prozessoptimierung, reicht über den Einsatz von User Stories und die regelmäßige intensive Kommunikation mit dem Projekt-Auftraggeber und schließt auch die Installation selbstorganisierter Projektgruppen ein. Das im agilen Management übliche Vorgehen in kleinen und kleinsten Schritten zeigt seine Stärke gerade bei länger laufenden Prozessoptimierungsprojekten: werden Prozessverbesserungen frühzeitig und projektbegleitend veröffentlicht und umgesetzt, fördert das die Akzeptanz bei Projektbeteiligten, Auftraggebern und Nutzern. In diesem Zusammenhang steigert agiles Vorgehen auch die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Beteiligten: sie übernehmen Verantwortung in neuem Ausmaß, nutzen größere Gestaltungsmöglichkeiten uns stehen für den Erfolg der Projektergebnisse ein.

In der kontinuierlichen Prozessverbesserung gibt es mit den Ansätzen aus dem Lean Management oder dem Kaizen-Modell schon gute und etablierte Methoden zur fortlaufenden Verbesserung von Prozessen. Doch auch hier bieten agilen Verhaltensweisen weitere Verbesserungsmöglichkeiten. So sollten Prozess-Teams, die aus dem Prozessverantwortlichen und Prozessbeteiligten bestehen und sich um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) für einen bestimmten Geschäftsprozess bemühen, als selbstorganisierte Teams eingerichtet werden. Diese Prozess-Teams erkennen und analysieren den prozessualen Verbesserungsbedarf, identifizieren die Problemursachen und leiten insbesondere sofort umsetzbare Verbesserungsmaßnahmen ab – und sie entscheiden selbst darüber. Die Beteiligten erleben sofort, was ihr Engagement in der Prozessarbeit bewirkt. Außerdem werden dadurch langatmige Entscheidungsprozeduren vermieden, an deren Ende oft keiner mehr weiß, weshalb und von wem welche Änderung mit welchem Ziel und Zweck initiiert wurde.

Fazit

Die Prinzipien des agilen Managements können gut in das Prozessmanagement integriert werden. Nicht immer mag dies im Verhältnis eins zu eins möglich sein. Doch in der Kombination mit den Instrumenten des Projektmanagements und mit offeneren Konstruktionen in der Aufbauorganisation und im Kompetenzgefüge erhalten Banken und Sparkassen mit „agilem Prozessmanagement“ ein Bündel attraktiver Methoden und Techniken an die Hand, die zu schnelleren und kundenorientierteren Prozessverbesserungen führen.

 

Aufgeschnappt… „Vom Chef gefrustet“

Zeitungsstapel 2Aufgeschnappt… auf welt.de / N24

Führungskraft zu sein ist schon etwas. Viele Karrierewünsche haben zum Ziel, in der Hierarchie aufzusteigen und als Leiterin oder Leiter einer Abteilung oder eines Teams möglichst viele Beschäftige unter sich zu haben. Und da beginnt auch schon das Dilemma mit den Über- und Unterstellung. Die Erwartungen der Vorgesetzten und der ihnen unterstellten Mitarbeiter kann deutlich voneinander abweichen. Eine aktuelle Studie der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu kommt zum Ergebnis, dass die Zufriedenheit der Angestellten mit ihren Chefs weiter abgenommen hat. Auch in der Bankenbranche schneiden Vorgesetzte nicht besonders gut ab. Trotz guter Gehälter kämen sie über einen zwölften Platz nicht hinaus.

Das noch oft anzutreffende patriarchale Führungsverhalten scheint in der modernen Arbeitswelt nicht mehr gut anzukommen. Die Rolle der Führungskräfte ändert sich dramatisch, gute Beispiele und Vorbilder sind gefragt.

Mehr zur (Un-)Zufriedenheit mit Vorgesetzten findet sich im Artikel von Daniel Eckert auf welt.de „Deutsche Arbeitnehmer von ihren Chefs gefrustet„.

 

 Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de